{"id":154,"date":"2025-11-23T20:03:12","date_gmt":"2025-11-23T20:03:12","guid":{"rendered":"https:\/\/humanitas4all.de\/?page_id=154"},"modified":"2026-05-29T20:37:13","modified_gmt":"2026-05-29T20:37:13","slug":"karma","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/humanitas4all.de\/?page_id=154","title":{"rendered":"Karma"},"content":{"rendered":"\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Ist Gerechtigkeit in einer Welt der Ungleichheiten, in der es Willk\u00fcr der M\u00e4chtigen und unbeherrschte Gier der Schamlosen gibt, \u00fcberhaupt m\u00f6glich? Und was ist mit den vielen unges\u00fchnten Verbrechen &#8211; und den viel zu hart bestraften Vergehen?<\/p>\n\n\n\n<p>Was von den Menschen als angemessener Ausgleich bzw. als angemessene Bestrafung angesehen wird, ist \u00fcberdies in vielen F\u00e4llen kultur- und zeitgeist-abh\u00e4ngig und was an Tat und Ausgleich wirklich vollzogen wird, h\u00e4ngt auch davon ab, wie und ob ein Zugriff von T\u00e4ter auf Opfer, aber auch von Obrigkeit bzw. Opfer auf T\u00e4ter gerade m\u00f6glich ist &#8211; oder eben gerade nicht.\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Und wer von uns h\u00e4tte nicht schon W\u00fcnsche oder \u00c4ngste erlebt, die die gesellschaftlichen Normen oder sogar grundlegende ethische Gesetze verletzten \u2013 vielleicht nur im Ansatz, aber jeder kennt diese Empfindung in Bezug auf eigene Handlungs- und Denkweise : \u201eDas war ganz und gar nicht recht!\u201c &#8211; Wer nicht verdr\u00e4ngt und vergisst, sondern sich dessen bewusst bleibt, der wei\u00df auch sp\u00e4ter noch: eine Verurteilung und vielleicht sogar mancher \u201eSteinwurf\u201c w\u00e4re auch in Bezug auf das eigene Denken und Handeln gerechtfertigt gewesen! Im Sinne einer universellen und wahrhaften Gerechtigkeit w\u00fcrden wir uns also gleich selbst mit-verurteilt und gerichtet haben m\u00fcssen.<\/p>\n\n\n\n<p>So ist die Sachlage!\u2026. Doch die universelle Liebe, aus der heraus die ganze Sch\u00f6pfung gestaltet wurde, sagt etwas Anderes um Strafen und (Selbst-)Verdammung ein Ma\u00df zu setzen :<\/p>\n\n\n\n<p><strong>\u201e<em>Wer ohne Schuld ist, der werfe den ersten Stein!\u201c<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Aber wenn wir den ersten Stein nicht werfen, den harten Schuldspruch nicht aussprechen, das Urteil nicht vollstrecken sollen, wozu gibt es dann Regeln? Denn offensichtlich ist : ohne allerseits anerkannte und tats\u00e4chlich befolgte bzw. sanktionierte Regeln gibt es (in unserer Welt) keine funktionsf\u00e4hige Gesellschaft, keine lebendige Kultur.\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>M\u00fcssten wir vielleicht nur einfach unsere Regelwerke \u00fcberpr\u00fcfen und \u00e4ndern, uns in ihnen eine andere Perspektive \u00f6ffnen?! \u2013 Jesus wurde von den Pharis\u00e4ern gefragt, wie das g\u00f6ttliche Gesetz laute \u2013 sie wollten ihn auf\u2019s Glatteis f\u00fchren, wom\u00f6glich bei einer Gottesl\u00e4sterung ertappen. Aber er antwortete mit einem uneingeschr\u00e4nkt g\u00fcltigen Satz:<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201e<strong>Liebe Gott und Deinen N\u00e4chsten wie dich selbst! Das ist das ganze Gesetz, alles andere ist menschen-gemachter Zusatz!\u201c<\/strong><\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Mit dieser Antwort hatte Jesus den Provokateuren den Wind aus den Segeln genommen und zugleich eine ganz neue Perspektive gefordert. Die Schriftgelehrten wussten sehr wohl, dass Gott auf dem Berg Sinai zu Moses dasselbe gesagt hatte und die 10 Gebote nur gegeben wurden, weil die Menschen dieses eine Gesetz nicht halten wollten\/konnten.<\/p>\n\n\n\n<p>Falls der Satz des Jesus  aber wirklich das g\u00f6ttliche Gesetz ist, dann sollten doch eigentlich auch krasse Ungerechtigkeiten nicht ohne Folgen f\u00fcr die lieblosen T\u00e4ter bleiben. Die T\u00e4ter sollten sich mit deutlichen Forderungen nach Selbstkorrektur \u2013 und \u201eNichtwiederholung\u201c konfrontiert sehen, alles Andere w\u00e4re doch eine Verletzung universeller Liebe \u2013 zumindest im Hinblick auf die unschuldigen Opfer. Die uns allen bekannte Zeitgeist- und Kulturabh\u00e4ngigkeit der menschlichen Rechtlichkeit wirft zudem die Frage auf, ob wahre Gerechtigkeit nicht eigentlich doch wesentlich gr\u00f6\u00dfere Aspekte (z.B. in Raum und Zeit und ein grundlegenderes Verst\u00e4ndnis der Zusammenh\u00e4nge betreffend) &#8211; als bislang praktiziert &#8211; haben m\u00fcsste?<\/p>\n\n\n\n<p>Aber wenn es sie denn g\u00e4be, wie k\u00f6nnte eine solche Gerechtigkeit aussehen?<\/p>\n\n\n\n<p>Da es offensichtlich gr\u00f6\u00dfere, mehr oder weniger hintergr\u00fcndige Bedeutungs- und Erlebnis-Zusammenh\u00e4nge gibt, die auch \u00fcber die Lebensgrenzen vieler T\u00e4ter und Opfer hinaus reichen, m\u00fcsste eine liebevolle Gerechtigkeit, die den Namen wirklich verdient, also auch \u00fcber diese Lebensgrenzen in Zeit und Raum hinausreichen und sowohl Ausgleich wie Lernen aus Handlungen und ihren Folgen lebensbogen-\u00fcbergreifend m\u00f6glich machen. Erst damit w\u00e4re dann die Bewusstwerdung aller Blickwinkel m\u00f6glich, unter denen ein Geschehen tats\u00e4chlich verstanden werden kann. Doch setzt dies die Existenz einer sehr subtilen Bewusstseinsebene in uns allen voraus, die \u00fcberdies nicht mit dem K\u00f6rpertod sterben d\u00fcrfte.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Umkehrschluss k\u00f6nnte man deshalb die Logik des g\u00f6ttlichen Gesetzes also als Hinweis darauf verstehen, dass unser bewusstes Sein nicht mit dem Tod des physischen K\u00f6rpers endet. Die Frage, ob dann Sprache und Gedanken noch in derselben Weise fortbestehen und ob immer dieselben Seelen-Wesen oder neue Mischungen seelischer und geistiger Substrukturen sich in der physischen Welt neue K\u00f6rper nach dem Tod des vorigen schaffen oder ob die Wahrheit diesbez\u00fcglich noch ganz anders aussieht, ist damit nat\u00fcrlich nicht beantwortet. Vielleicht gibt es da mehr M\u00f6glichkeiten f\u00fcr Gedanken- und Lebensformen und unsere diesbez\u00fcglichen Vermutungen sind generell viel zu klein und deshalb grunds\u00e4tzlich falsch. Doch das ist f\u00fcr unsere Fragestellung letztlich unerheblich&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>Johannes sagt am Anfang seines Evangeliums, dass Gott universelle Liebe sei. Aber w\u00fcrde eine solche gro\u00dfe Liebe nicht letztlich totale Beliebigkeit bedeuten? Auch das ist eine wichtige Frage.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich denke, man sollte Liebe nicht als Verlust der Unterscheidung von gut und b\u00f6se, richtig und falsch missverstehen, sondern vor allem als aktive Bereitschaft zur Tolerierung anderer Sichtweisen und zum Verzicht auf alle Arten von schnellen und harten Verurteilungen. Schon das w\u00e4re keine kleine Leistung! Dar\u00fcberhinaus steht Liebe bereit, \u00fcberall dort tats\u00e4chlich zu helfen, wo Hilfe gebraucht wird &#8211; ohne sich aufzudr\u00e4ngen.<\/p>\n\n\n\n<p>G\u00f6ttliche (und menschliche) Liebe erspart uns also nicht, selbst und richtig zu entscheiden, wann, wie und wohin zu handeln sei. Im Gegenteil: sie sieht sicher genau hin, achtet (auch auf unserer Ebene) Grenzen und vermeidet Verletzungen, wo immer m\u00f6glich, ist dabei aber weder naiv noch ganz oder teilweise blind. Da wo ich wirklich geliebt habe, war immer ein Gef\u00fchl gr\u00f6\u00dferer Wachheit und verminderter Angst sp\u00fcrbar. Deshalb bedeutet Liebe (jedenfalls f\u00fcr mich) ein umfassende(re)s Bewusstsein und bewirkt durch ihre verbindende und weitende Energie, die den Mut vermittelt, alle Wahrnehmungen zu untersuchen, dass wir nie vorschnell urteilen, sondern die Dinge zuerst in einen sorgsam als wahr und richtig empfundenen Kontext setzen sollten, um dann ein echtes und tieferes Verst\u00e4ndnis anzustreben. (s. 1. Kor. 13). Dar\u00fcberhinaus scheint mir, dass wir das G\u00f6ttliche missverstehen, wenn wir unsere Ma\u00dfst\u00e4be daran anlegen: g\u00f6ttliche Liebe ist gewiss vorbehaltlos in einem Ausma\u00df, das wir uns nicht vorstellen k\u00f6nnen. Aber das G\u00f6ttliche ist auch wahrhaftig und deshalb bewirkt seine Liebe, dass wir die Folgen, von dem, was wir tun, auch selbst erfahren.<\/p>\n\n\n\n<p>M.M.n. heisst das, dass schlie\u00dflich auch in unserem Bewusstsein unser aktives Handeln und unser passives Erleben zu zwei Seiten derselben \u201eSache&#8220; werden. Denn beide formen ja eigentlich mit gleicher Wertigkeit unser Leben, da sie sich gegenseitig bedingen.<\/p>\n\n\n\n<p>Aus dem Bewusstsein und Gesetz der Liebe k\u00f6nnte also ganz praktisch folgen:<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Was einer aktiv tut, wird er auch (in irgendeiner, m\u00f6glicherweise anderen Form) passiv erleben.<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wir sagen : was einer zuf\u00fcgt, wird er auch erleiden, aber das muss man nicht so \u201enegativ\u201c verstehen. Strafe und nat\u00fcrlich auch jede Form von Rache ist eine menschliche Kategorie. Umfassende Wahrheit einer Angelegenheit, erkannt aus verschiedenen, gleichberechtigten Blickwinkeln, hat etwas von einem g\u00f6ttlichen Aspekt.<\/p>\n\n\n\n<p>Doch dann gilt der Satz notwendigerweise auch umgekehrt:<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Was einer passiv erlebt, wird er irgendwie und irgendwann auch aktiv vollziehen<\/em><\/strong>&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>\u2013 <\/strong>bis eben das umfassende Bewusstsein dieses Teiles der ganzen Wahrheit in dem betreffenden Wesen hergestellt ist. Das bedeutet, dass der Handelnde u.U. eine doppelte Verantwortung tr\u00e4gt, nicht nur f\u00fcr das, was er zugef\u00fcgt, sondern auch f\u00fcr das, was er im Anderen ausgel\u00f6st hat&#8230;!<\/p>\n\n\n\n<p>Tats\u00e4chlich sprechen einige Beobachtungen daf\u00fcr, dass beide Zusammenh\u00e4nge Teil unserer Welterfahrung sind \u2013 und das sollte uns doch sehr zu denken geben! Allerdings scheint es in beiden F\u00e4llen m\u00f6glich zu sein, die Art und Weise des Vollzugs bzw. des Erlebens zu modifizieren bzw. modifiziert zu erleben und z.B. an neue \u00e4u\u00dfere (und innere) Gegebenheiten, wie an schon geschehene charakterliche Weiterentwicklungen, anzupassen.<\/p>\n\n\n\n<p>Falls diese Zusammenh\u00e4nge so oder \u00e4hnlich aus dem g\u00f6ttlichen Gesetz folgen, k\u00f6nnten sie  durchaus universelle G\u00fcltigkeit haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Trotzdem m\u00fcssen nat\u00fcrlich Aktivit\u00e4ten und Folgen keineswegs in gleicher Form, Menge oder Intensit\u00e4t auf der jeweiligen \u201eFolge-\u201cSeite des Geschehens erscheinen, obwohl das Eine sehr wohl mit dem Anderen zusammenh\u00e4ngt. Auch zeitliche und r\u00e4umliche Entfernung spielen \u2013 wenn \u00fcberhaupt \u2013 dann nur untergeordnete Rollen. Das macht die Identifikation der untergr\u00fcndigen Zusammenh\u00e4nge schwierig und l\u00e4sst manche Vermutung von Bedeutung und Verbindung recht willk\u00fcrlich erscheinen \u2013 und doch kann man manchmal auch als Nicht-Eingeweihter solche merkw\u00fcrdigen \u201einneren Bedeutungsverbindungen\u201c zwischen Erlebnisinhalten ahnen oder sogar deutlich sp\u00fcren.<\/p>\n\n\n\n<p>Die \u00f6stlichen Religionen nennen diesen Zusammenhang \u201eKarma\u201c. Wir im Westen haben daraus: \u201eDie Rache des Schicksals\u201c gemacht und so unsere darauf bezogene Angst und unseren Widerstand betont, aber dabei die Chancen, die das Konzept bietet, vergessen oder gar nicht erst begriffen.<\/p>\n\n\n\n<p>Aus dem Gesagten folgt (jedenfalls f\u00fcr den Autor), dass eine solche Sichtweise auf die Dinge die Chance bietet, zu verstehen, dass g\u00f6ttliche Gerechtigkeit nicht auf Rache, sondern auf Bewusstwerdung und tieferes Verstehen und den daraus folgenden Ausgleich zielt und deshalb &#8211; trotz aller Dynamik des Weltgeschehens &#8211; letztlich auf Liebe und damit auf Frieden im \u201eWhirlpool\u201c unserer Welterfahrung angelegt ist.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Denn wer sich der verschiedenen Seiten einer \u201eSache\u201c bewusst ist, wird sich selbst tiefer verstehen, wer tiefer versteht, wird weniger und auch weniger hart urteilen, wer weniger und weniger hart urteilt, bleibt leichter und vollst\u00e4ndiger im aktiven wie passiven Frieden und wer im (inneren)Frieden lebt, der sp\u00fcrt seine eigene Liebesf\u00e4higkeit \u2013 und das macht ihn selbst und meist auch andere Menschen gl\u00fccklicher.<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Von einigen Heiligen Schriften und weisen Menschen \u2013 \u00fcbrigens aus verschiedenen Kulturen \u2013 wurde betont, dass Gott nicht nur auf unsere Handlungen schaut, sondern noch mehr auf unsere Absichten, die den Handlungen zugrunde liegen. Sollte diese Aussage zutreffen, so folgt daraus, dass das karmische Gesetz auch oder sogar besonders auf der Motivations-Ebene gilt.<\/p>\n\n\n\n<p>Dann h\u00e4tte aber bereits unser Wunsch nach Eroberung oder Rache \u00e4hnliche Folgen wie die vollzogene Eroberung oder Rache und dazu w\u00fcrde passen, dass z.B. (wie Jesus sagte&#8230;.) das Begehren nach dem Weib eines Anderen bereits dem Ehebruch gleichzusetzen sei.<\/p>\n\n\n\n<p>Nachvollziehbar wird diese Gleichsetzung, wenn wir uns klar machen, wie Verwirklichung entsteht: aus (erst mal unbewussten) W\u00fcnschen werden kleine Gedankensplitter und durch Wiederholung dieser Gedankensplitter entstehen erste kleine Begehrlichkeiten, aus wiederholter Begehrlichkeit entsteht Bem\u00fchen, aus Bem\u00fchen ergibt sich Gelegenheit und aus Gelegenheit und damit verbundenem Bem\u00fchen erw\u00e4chst irgendwann Manifestation.<\/p>\n\n\n\n<p>Die \u201eEntwicklungskette\u201c dieses Vorgangs hat jede(r) schon oft erlebt, sie ist ein allt\u00e4glicher, aber meist nicht ganz bewusster Teil unseres Daseins. Sobald sie bewusst wird, sollte daraus allerdings ein sehr achtsamer Umgang mit den eigenen W\u00fcnschen folgen. Sie sind offenbar die Schl\u00fcssel \u2013 zumindest zu einem Teil unseres Schicksals. Dass so viele Menschen ihre W\u00fcnsche jedoch so wenig im Griff haben, ist nicht nur f\u00fcr den Zustand der ganzen Menschheit verantwortlich, sondern k\u00f6nnte im Weiteren durchaus entsprechend desastr\u00f6se Folgen f\u00fcr das ganze \u00d6kosystem haben \u2013 und das, obwohl diesen Folgen keinerlei g\u00f6ttliche \u201eRache\u201c- bzw. Bestrafungsabsicht zugrunde liegt, sondern wir nur einfach die Folgen unserer W\u00fcnsche und Handlungen erleben (m\u00fcssen).<\/p>\n\n\n\n<p>Diese ganzen \u00dcberlegungen legen den Schluss nahe, dass letztlich unsere W\u00fcnsche unser Karma bestimmen. Und da zu diesen W\u00fcnschen auch der Wunsch nach weltlicher Gerechtigkeit geh\u00f6rt, sollten wir vielleicht auch damit vorsichtiger sein \u2026. M\u00f6glicherweise ist  genau das mit dem warnenden Bibelzitat \u201a\u201eMein ist die Rache!\u201c, spricht der Herr\u2019\u2026 eigentlich gemeint.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Karma-Konzept w\u00fcrde dann allerdings auch bedeuten, dass der Ausgleich der gesamten Schicksals-Vorg\u00e4nge als naturgesetzlich zu verstehen w\u00e4re und sich fr\u00fcher oder sp\u00e4ter gewiss, ja sogar ganz unvermeidlich manifestieren w\u00fcrde. In diesem Falle sollte menschliche Gerechtigkeit aber als Erf\u00fcllungsgehilfe des Karma und entsprechend dem\u00fctig und ausgleichend verstanden und im Sinne universeller Liebe weder hart verurteilend noch rachedurstig oder gar vernichtend, sondern vor allem zur Bewusstwerdung und zur Korrektur verhelfend verstanden werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Da \u00fcbrigens und au\u00dferdem gr\u00f6\u00dfere Liebe in den Beteiligten meist eine schnellere und umfassendere Aktivierung von Karma mit sich bringt, w\u00e4re \u00fcbrigens unter dem Aspekt gewachsener Liebe in einem Menschen dem wiederholten und langen Missbrauch von falschen W\u00fcnschen und ihren Folgen eine Art zus\u00e4tzlicher Riegel vorgeschoben.<\/p>\n\n\n\n<p>Bleibt die Frage, wie man angesammeltem, eventuell heftigem Karma \u201eentfliehen\u201c kann? Nach den alten \u00dcberlieferungen sollte man verstehen, dass Karma ein Aspekt des Ego ist und worin der Unterschied von Ego und liebevoll-geistiger Essenz besteht. Es hei\u00dft, dass sich erst mit der Aufl\u00f6sung des Ego in der g\u00f6ttlichen Liebe auch das angesammelte Karma r\u00fcckstandsfrei aufl\u00f6st &#8230;.<\/p>\n\n\n\n<p>&#8230;. doch ist der Abschied vom Ego eben keine ganz leichte Aufgabe\u2026..<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ist Gerechtigkeit in einer Welt der Ungleichheiten, in der es Willk\u00fcr der M\u00e4chtigen und unbeherrschte Gier der Schamlosen gibt, \u00fcberhaupt m\u00f6glich? Und was ist mit den vielen unges\u00fchnten Verbrechen &#8211; und den viel zu hart bestraften Vergehen? 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