{"id":172,"date":"2025-12-04T16:27:54","date_gmt":"2025-12-04T16:27:54","guid":{"rendered":"https:\/\/humanitas4all.de\/?page_id=172"},"modified":"2026-06-03T15:24:38","modified_gmt":"2026-06-03T15:24:38","slug":"was-noch-zu-bedenken-waere","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/humanitas4all.de\/?page_id=172","title":{"rendered":"Was noch zu bedenken w\u00e4re&#8230;&#8230;."},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-vivid-red-color has-text-color has-link-color wp-elements-2240d7b1b7e38f05c03f5f41dbec3d21\">Urspr\u00fcnglich <strong>manas<\/strong> (sanskrit) = geistige Unterscheidungskraft, wird viele Jahrhunderte sp\u00e4ter und in einer anderen Kultur (r\u00f6misch) zu <strong>mens<\/strong> (lat.) = Verst\u00e4ndnis, Geist<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-vivid-red-color has-text-color has-link-color wp-elements-de1426a96f921c2c6dc169945a7454ff\">Und im Deutschen machen wir daraus (u.a. und bemerkenswerterweise):<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-vivid-red-color has-text-color has-link-color wp-elements-5887909d0d4c545377ba097e846ea959\"><strong>Mens<\/strong>(ch) l<strong>ich<\/strong>(+t) (-k)<strong>heit<\/strong> =<strong> heit<\/strong>eres <strong>Lich<\/strong>t des Geistes \u2026.im <strong>Verstehen<\/strong>\u2026.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-vivid-red-color has-text-color has-link-color wp-elements-af5cee156ce792e79b45697dbeb84b14\">\u2192 <em>Worte als (aus \u201eSprachwurzelatomen\u201c zusammengesetzte) Bewusstwerdungshilfe<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;<\/p>\n\n\n\n<p>Der uralten Frage &#8230;&#8230;<strong>Gott ist Liebe!\u201c \u2013 wieso gibt es \u201eDas B\u00f6se\u201c?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>kann man sich vielleicht tats\u00e4chlich nur n\u00e4hern, wenn man die Sch\u00f6pfung als Gesamtheit sieht \u2013 oder doch zu sehen versucht\u2026.<\/p>\n\n\n\n<p>Die moderne astrophysikalische Forschung legt die These nahe, dass <strong>die ganze Sch\u00f6pfung mit dem \u201eUrknall\u201c aus dem (scheinbarem?) \u201eNichts\u201c, aus blo\u00dfem Potential &#8211; resp.- aus blo\u00dfer (quantenphysikalischer) Bedeutung, entstanden ist<\/strong>\u2013 also auch die ganze Raumzeit, alle Teilchen, alle Materie, alle Welten \u2026 und daraus folgend auch alles Leben. Au\u00dferdem folgt aus diesem \u201eAnfang\u201c eigentlich, dass \u2013 irgendwann \u2013 auch ein ebenso naturgesetzliches Ende folgen muss. Dieser Zusammenhang ist &#8211; aus unserer Sicht &#8211; zumindest naheliegend.<br>Falls es aber diese urspr\u00fcnglich ungetrennte &#8222;Vor-Urknall-Gesamtheit&#8220; gab, dann k\u00f6nnen die folgenden Unterschiede doch wohl nur m\u00f6glich geworden sein durch Trennung in die verschiedenen Aspekte. Da haben sich dann unterschiedliche \u201eBedeutungseinheiten&#8220; (Elemente, Sonnen, Planeten, Landschaften und Lebewesen etc.) entwickelt. Dies Prinzip der Trennung k\u00f6nnte dann auch nicht nur f\u00fcr die materiellen Teile der Sch\u00f6pfung, sondern auch f\u00fcr deren immaterielle Teile (Gef\u00fchle, Gedanken, Ideen) gegolten haben. \u2026 Und m\u00f6glicherweise ist so auch die \u00e4u\u00dfere und innere Welt der Menschen entstanden.<\/p>\n\n\n\n<p>Und weil die Ideen und ihre Substrate in unserer Wahrnehmung sowohl r\u00e4umlich wie zeitlich getrennt und \u201eauseinandergezogen\u201c sind, aber (vielleicht) alle aus <strong>einer gemeinsamen Quelle<\/strong> stammen, k\u00f6nnte man diese Trennungs-Vorg\u00e4nge als Prozesse auffassen, die man <strong>Symmetriebr\u00fcche<\/strong> nennt. Mit Hilfe dieses Begriffes erscheint mir unsere Welt und unser Erleben in ihr \u2013 wesentlich verst\u00e4ndlicher. Die blo\u00dfe Menge der entstandenen und weiter beteiligten \u201eSeinsfaktoren\u201c ist schon verwirrend genug \u2013 aber ohne den ordnenden und kl\u00e4renden Begriff des Symmetriebruches w\u00e4ren wir m.M.n. den \u00fcberall sp\u00fcrbaren Widerspr\u00fcchen der Welt doch noch weit hilfloser ausgeliefert.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Rigveda gibt es eine Strophe, die den Ursprung dieses Prozesses aus der Sicht der Gottheit zusammenfasst:<\/p>\n\n\n\n<p><strong>\u201eIch war einer, aber ich habe mich in viele geteilt \u2013 um mich selbst lieben zu k\u00f6nnen!\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die urspr\u00fcnglich einheitliche Grundlage der Welt zeigt nicht nur r\u00e4umliche und strukturelle bzw. qualitative, sondern auch zeitliche \u201eAuseinanderziehungen\u201c (s. \u201eRaum-Zeit\u201c), d.h. es gibt nicht nur \u201edas aufbauende Gute\u201c und <strong>symmetrisch dazu<\/strong> \u201edas zerst\u00f6rerische B\u00f6se\u201c als r\u00e4umliche Strukturen und Entit\u00e4ten, sondern auch \u201egute\u201c und \u201eschlimme\u201c Zeiten und vielleicht sogar \u201elebensfreundliche\u201c und \u201ezerst\u00f6rerische\u201c Zeitalter? Mittels dieser Sichtweise k\u00f6nnte man also auch das Konzept der \u201eYugas\u201c der altindischen Welterkl\u00e4rung verstehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Das ist die eine Seite der Angelegenheit.<\/p>\n\n\n\n<p>Die andere Seite ist die g\u00f6ttliche Liebe, die wir so oft und grundlegend missverstanden haben, weil wir immer nur \u201edas aufbauende Gute\u201c, d.h. Reichtum und Genuss erleben woll(t)en. Aber Liebe \u2013 und vor allem g\u00f6ttliche Liebe und menschliche Gottesliebe bedeuten doch immer auch den Versuch der Heimkehr in die urspr\u00fcngliche Einheit und damit ist auch ein Abbau auf dieser Existenzebene der Vereinzelung verbunden. Der Weg dorthin f\u00fchrt dann aber \u00fcber die echte Balance in der Mitte zwischen den Extremen.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Balance kann man nur halten, wenn man frei ist in der eigenen Bewegung und Beweglichkeit &#8211; denn Balance kann in einer nicht-statischen Welt auch nichts Statisches sein&#8230;. Dass diese Freiheit zum Balance-Halten wirklich essentiell ist, kann jeder sofort nachvollziehen, der in der Fessel der Angst oder des Hasses versuchen will,, die Gleichgewichte im Leben in dieser Welt und Wirklichkeit zu halten \u2013 und sich dabei beobachtet. Ohne eigene <strong>Bewegungs-Freiheit<\/strong> ist ein Gleichgewicht, das diesen Namen verdient, schlicht nicht haltbar. Das sehe ich als den Haupt-Grund f\u00fcr den in uns allen tief verankerten Freiheitswillen. Er ist grundlegend legitim und unverzichtbar, individuell und gesellschaftlich. Dabei geht es nicht um &#8222;Revolution&#8220;, sondern um \u00dcberleben im Gleichgewicht&#8230;. (Und das ist wahrscheinlich auch der Grund daf\u00fcr, dass historische Revolutionen, die dies Gleichgewicht nicht gesehen bzw. angestrebt haben, immer wieder so entsetzlich schief gegangen sind&#8230;)<\/p>\n\n\n\n<p>Falls irgendwann die urspr\u00fcngliche Einheit wieder bewusst und damit auch die Relativit\u00e4t der Trennungen &#8211; auch nach einigen Symmetriebruch-Schritten &#8211; mehr oder weniger offensichtlich wird, folgt daraus unabweisbar die Erkenntnis, dass auch in der Liebe der urspr\u00fcnglichen Einheit des sch\u00f6pferischen G\u00f6ttlichen dies Bewusstsein der Freiheit nicht eingeschr\u00e4nkt, sondern permanent und ubiquit\u00e4r gewesen und immer weiter sein muss.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein solches Verst\u00e4ndnis des uns alle verbindenden G\u00f6ttlichen sollte man dann aber nicht mehr mit solchen Kategorien wie \u201egut\u201c oder \u201eschlecht\u201c etikettieren. Es kann allenfalls schlicht als umfassend angesehen werden. Und dies unbedingt, auch hintergr\u00fcndig Verbundene bzw. Verbindende mag uns dann als liebevoll (s. Joh. 1,1 \u201eGott ist Liebe\u201c) erscheinen, es ist jedoch nicht voraussetzungslos \u201efreundlich&#8220; im Sinne von immer den Status quo erhaltend bzw. aus unserere Sicht &#8222;verbessernd&#8220;. Denn aus unserer \u201enormalen\u201c Sicht der Dinge sind <strong>nach<\/strong> den sicherlich mehreren Symmetriebruch-Schritten darin auch immer dynamische Strukturen \u2013 also Gesetze und Rhythmen und deshalb auch Grenzen erkennbar und zu beachten!<\/p>\n\n\n\n<p>So verstanden, kann man dem Evangelisten Johannes durchaus zustimmen \u2013 ohne dabei in platte Verallgemeinerungen zu rutschen: ja, Gott ist Liebe, aber es gibt \u00fcberall dort, wo Strukturen entstanden sind, auch deren gesetzm\u00e4\u00dfigen Zerfall. Und wo G\u00fcte sp\u00fcrbar ist, dort bzw. in dessen Umfeld gibt es auch auch (vielleicht sogar strenge) Regeln und daraus wieder folgend Zweifel und Verneinung. Dabei sind die jeweiligen Aspektpole immer und grundlegend durch rhythmische Schwingungsvorg\u00e4nge miteinander verbunden. Doch m\u00fcssen diese (mehr oder weniger extremen) Pole keineswegs r\u00e4umlich und\/oder zeitlich nah erscheinen \u2013 und doch sind und bleiben sie voneinander abh\u00e4ngig. Wer das wirklich akzeptiert hat, kann sich immerhin gr\u00f6\u00dfere Teile des Weltgeschehens halbwegs erkl\u00e4ren, wo sonst nur die mehr oder weniger willk\u00fcrliche Aneinanderreihung von chaotisch-kryptischen Puzzlesteinchen mit der damit verbundenen Angst bliebe.<\/p>\n\n\n\n<p>Also hat auch \u201edas B\u00f6se\u201c als der andere Pol als Gegengewicht zum \u201eGuten\u201c seine Aufgaben und Berechtigungen, ohne dass wir jedoch als Teilhaber des Lebens(prinzipes) aufgefordert w\u00e4ren, das Abbauende zu f\u00f6rdern. Vielmehr ist es als \u201ezerst\u00f6rerische, thermodynamisch wirksame Kraft der Entropie\u201c sowieso schon in den Gesetzen und Strukturen der Welt(en) und ihrer \u201eSeinsebenen\u201c angelegt und auch nur in manchen F\u00e4llen durch bewusste Entscheidung und M\u00fche \u2013 das sind dann die \u201eenergieaufwendigen Kosten\u201c \u2013 vermeidbar bzw. verwandelbar. Ja, selbst das Lebensprinzip (als solches) muss sich <strong>durch energie-verbrauchende Prozesse<\/strong> (Hom\u00f6ostase) gegen den Zug der Entropie sch\u00fctzen. (s. die Rolle der Sonne als Energie-= Lebensspenderin und auch unsere Notwendigkeit, uns zu \u201eern\u00e4hren\u201c!)<\/p>\n\n\n\n<p>Und noch etwas scheint mir in diesem Zusammenhang erw\u00e4hnenswert: der nat\u00fcrliche Abbau (auch in den sp\u00e4teren Teilen unserer Lebensb\u00f6gen) ist eigentlich gar nicht so \u201eabsichtsvoll boshaft\u201c, wie er uns zuweilen erscheint. Nicht nur, dass ohne ihn vieles Neue in Erkenntnis und Akzeptanz  gar nicht entstehen k\u00f6nnte \u2026 sondern sehr h\u00e4ufig ist unsere Angst vor ihm viel schlimmer als der eigentliche Prozess. Dieser Gedanke bzw. diese Einsicht ist oft wahrer und wesentlicher als wir einsehen wollen.<\/p>\n\n\n\n<p>Aus den eben erw\u00e4hnten Beobachtungen ergibt sich m.E. immerhin ziemlich zwanglos ein weitgehend ausgeglichenes Weltbild, dem ein entsprechend gleichm\u00fctiges Wahrnehmen und Interagieren nicht nur m\u00f6glich, sondern auch ganz nat\u00fcrlich ist. Beobachten kann man das z.B. bei manchen Sterbenden, die die \u201eLebenssucht\u201c aufgegeben und in den Sterbeprozess innerlich eingewilligt haben. Damit will ich nicht sagen, dass wir uns alle vom Lebenswillen trennen sollten, aber zu verstehen, welche wahre Bedeutung und welche nat\u00fcrlichen Grenzen er f\u00fcr uns alle haben k\u00f6nnte, wenn wir ihn ohne Angst verstehen wollten, w\u00fcrde uns ein ganzes St\u00fcck weit helfen, ein geduldigeres, g\u00fctigeres und deshalb auch gl\u00fccklicheres Leben zu f\u00fchren.<\/p>\n\n\n\n<p>Das ist also m.E. mit \u201espirituell motiviertem Gleichmut\u201c gemeint \u2026<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Urspr\u00fcnglich manas (sanskrit) = geistige Unterscheidungskraft, wird viele Jahrhunderte sp\u00e4ter und in einer anderen Kultur (r\u00f6misch) zu mens (lat.) = Verst\u00e4ndnis, Geist Und im Deutschen machen wir daraus (u.a. und bemerkenswerterweise): Mens(ch) lich(+t) (-k)heit = heiteres Licht des Geistes \u2026.im Verstehen\u2026. \u2192 Worte als (aus \u201eSprachwurzelatomen\u201c zusammengesetzte) Bewusstwerdungshilfe &#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212; Der uralten Frage &#8230;&#8230;Gott ist Liebe!\u201c &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/humanitas4all.de\/?page_id=172\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eWas noch zu bedenken w\u00e4re&#8230;&#8230;.\u201c <\/span>weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"parent":203,"menu_order":10,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-172","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/humanitas4all.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/172","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/humanitas4all.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/humanitas4all.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/humanitas4all.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/humanitas4all.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=172"}],"version-history":[{"count":19,"href":"https:\/\/humanitas4all.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/172\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":475,"href":"https:\/\/humanitas4all.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/172\/revisions\/475"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/humanitas4all.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/203"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/humanitas4all.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=172"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}