{"id":307,"date":"2026-03-31T15:27:27","date_gmt":"2026-03-31T15:27:27","guid":{"rendered":"https:\/\/humanitas4all.de\/?page_id=307"},"modified":"2026-05-30T08:52:29","modified_gmt":"2026-05-30T08:52:29","slug":"ueber-strafen","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/humanitas4all.de\/?page_id=307","title":{"rendered":"\u00dcber Strafen&#8230;"},"content":{"rendered":"\n<p>Viele Menschen denken und handeln, ohne auf das Wohl der Mitmenschen und der Gemeinschaft zu achten. Manche sind auch gefangen in &#8222;Rache-Spiralen&#8220;. Die Motivationen sind vielf\u00e4ltig, die Folgen sind sehr oft &#8230;\u00fcbrigens &#8211; meistens bei allen Beteiligten &#8211; (weitere) Schmerzen auf mindestens einer ihrer Daseins-Ebenen.<\/p>\n\n\n\n<p>Doch welche Rolle spielt es letztlich, ob ein T\u00e4ter aus pers\u00f6nlichem Hass, gierigen oder politischen Gr\u00fcnden anderen Menschen weh getan hat?<\/p>\n\n\n\n<p>Ich will nicht behaupten, dass die Beweggr\u00fcnde des T\u00e4ters unwichtig seien, aber w\u00fcrde der eine oder der andere Grund wirklich etwas an den konkreten Schmerzen und dem Schrecken der Opfer \u00e4ndern? F\u00fcr die Taten m\u00f6gen vordergr\u00fcndige Motivation bzw. psychischer oder sogar k\u00f6rperlicher Gesundheitszustand entscheidend sein, f\u00fcr die L\u00f6sung der grundlegenden Frage, wie wir alle aus dem mehr als nur marginal verbreiteten Gewalt-denken aussteigen k\u00f6nnten, ist die Frage nach der &#8222;einzelnen, fall-bezogenen Schuld&#8220; eher hinderlich.<\/p>\n\n\n\n<p>Ob kleiner oder gro\u00dfer Dieb, ob auf privatem Rachefeldzug, obTerrorist oder dissoziierter Psychotiker, alle haben gewiss irgendeine Art von (z.T. heftiger) Schmerz- und Wutkarriere hinter sich. Wenn jemand ohne Bedenken raubt oder zuschl\u00e4gt hat er kein Mitgef\u00fchl mit den Opfern und er hat wohl auch keine Einsicht in die Konsequenzen seiner Tat f\u00fcr ihn selbst. Aber beiderlei Mangel kommt nie aus dem Nichts &#8211; der Mangel hat Wurzeln in vielen, lange und viel h\u00e4ufiger als uns allen bewusst ist, immer wieder erlebten monomanen Entscheidungen der Umwelt dieser Menschen. D.h. die pers\u00f6nlichen Gr\u00fcnde, sich sp\u00e4ter so zu verhalten, liegen oft schon in der Kindheit der betreffenden Personen. Und da wir alle am besten am Vorbild lernen, w\u00e4re f\u00fcr mich die n\u00e4chstliegende Frage, wie wir anderen mehr Frieden und mehr Verstehen vorleben k\u00f6nnten. In praktisch jeder Nachrichtensendung kommt mindestens eine Meldung, in der davon berichtet wird, wie Menschen anderen Menschen (oft sogar sehr) weh getan haben. Und wir wundern uns, wenn das Folgen im Denken und F\u00fchlen dieser oft vorgesch\u00e4digten Mitmenschen hat?<\/p>\n\n\n\n<p>Jeder von uns kennt das Erlebnis, an einen friedvollen Ort zu kommen, in eine Wohnung beispielsweise, in der Menschen schon lange friedlich miteinander leben. Das f\u00fchlt sich ganz anders an als ein Ort, an dem viel gestritten wurde. Sehr deutlich kann man das manchmal auf alten Schlachtfeldern sp\u00fcren oder in Vernichtungslagern wie Buchenwald oder Auschwitz &#8211; sogar noch nach vielen Jahrzehnten.<\/p>\n\n\n\n<p>Und das hei\u00dft doch etwas! Unsere Verhaltensweisen und Handlungen erzeugen ein durchaus sp\u00fcrbares und deshalb auch wirksames Feld. &#8211; Nein, das &#8222;Feld&#8220; entschuldigt seinerseits keine der Schreckenstaten! Doch gilt auch, dass sie mittels \u201eUrteil und Strafe\u201c eher selten wirklich geheilt werden. Denn Strafen sollen vermeiden und abschrecken. Aber die Angst, die damit erzeugt wird, ist durchaus nicht immer hilfreich, sondern behindert auch oft das tiefere Verstehen &#8211; &#8222;Was habe ich da (gerade) getan?&#8220; Angst kann auch faszinieren oder Trotz bewirken und die Blickwinkel entsprechend einschr\u00e4nken. Das ist dann keine optimale Voraussetzung, um sich ganz bewusst zu machen, wohin man selbst steuert, also klar zu sehen, was man gerade tut bzw. tun will oder getan hat&#8230;.und welche Folgen das hat bzw. haben wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein gro\u00dfer Teil des Schreckens bei uns anderen r\u00fchrt daher, dass wir uns hilflos f\u00fchlen, wenn wir von solchen Taten h\u00f6ren. Und doch k\u00f6nnten wir alle sehr wohl etwas daf\u00fcr tun, dass sich das Feld \u00e4ndert. Dazu m\u00fcssten wir uns nicht vergewaltigen, auch nicht in eine \u201eGutmenschen-Richtung\u201c zwingen \u2013 nur einfach mehr an den eigenen inneren Frieden denken, entspannt und vielleicht ein bisschen neugierig in friedliche Richtungen schauen statt zu verurteilen und dabei auf die n\u00e4chste (schmerzhafte) Sensation zu warten&#8230; <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Viele Menschen denken und handeln, ohne auf das Wohl der Mitmenschen und der Gemeinschaft zu achten. 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